
- Die Gattung
Petrochromis bewohnt flache, felsige Biotopen und ist in dem See
reichlich verbreitet. Aber ihre Häufigkeit in den Becken der
Aquarienliebhaber ist bei weitem nicht so groß, denn diese Fische gehören
nicht zu den einfachen Zöglingen. Einige Arten wachsen zu beachtlicher
Größe heran, und auch ihre innerartliche Aggressivität ist ein nicht zu
vernachlässigbarer Faktor.
- Erfolgreiche
Nachzuchten von Petrochromis trewavasae gelangen mir nur bei einer
Anzahl von etwa 30 Artgenossen in einer Zuchtgruppe und in Becken mit 700
– 800 Liter bei einer Beckenlänge von 180 cm und mehr.
- Ein weiterer
Faktor, der bei diesen Fischen, wie es scheint, eine Rolle spielt, ist die
Nahrungsspezialisierung. Diese algenfressende Arten besitzen wulstige
Lippen, bestückt von großer Zahl schmaler Zähne hervorragend geeignet zum
Abraspeln des Aufwuchses von Algen auf den Felsen. Auch wenn ich immer um
überwiegenden Anteil der Pflanzennahrung, dabei aber auch um
abwechslungsreiche Kost bemüht war, ist die Afzuchtquote bei Fischen aus
dem Wildfang im Verlauf der Zeit leicht zurückgegangen. Das ruft bei mir
den Eindruck hervor, daß die Fische von der Substanz leben und das einige
Stoffe, die sie noch in der freien Natur erworben haben, nach und nach aus
ihrem Körper verschwinden, und dies wirkt sich dann allmählich in der
Aufzucht aus. Es ist allerdings nicht nur eine Eigenart bei der Gattung
Petrochromis, sondern relativ markant kommt es auch bei der
Gattungsgruppe Eretmodini vor.

