
- Die
Gattungsgruppe Eretmodini besteht aus vier Arten. Ihre Vertreter
kommen geographisch in allen Gebieten des Sees vor, jedoch nur in den oberen
seichten Strandschichten und in den Übergangszonen bis zu 3 bis 4 m Tiefe.
Die Fische sind in der Natur überwiegend algenfressend, mit den
eingenommenen Algen kommt jedoch in ihren Magen auch eine Fleischnahrung in
der Form von verschiedenen Vertretern der Benthonen - der Bodentiere.
In Gefangenschaft sind sie omnivor und
ständig gefräßig. Man sollte auf ein Überfüttern aufpassen.
Alle Vertreter der Familie sind, nicht ganz
strenggehalten, paarbildende Maulbrüter, die sich untereinander das Gelege
etwa 10 bis 12 Tage nach dem Ablaichen überreichen. Das Weibchen trägt
zuerst und übergibt dann an das Männchen. Die Übergabe der schon
entschlüpften Embryos erfolgt nicht immer. Ist das Becken z.B. mit Fischen
überfüllt und das Weibchen hält die Umgebung nicht sicher genug für die
Übergabe, trägt sie die Larven alleine aus.Die Fische sind innerartlich sehr
streitlustig, im engen Raum kann es sogar zur Tötung der in der Rangordnung
der Gruppe schwächeren Fische kommen. Am bestens hält man sie paarweise mit
anderen Tanganjikacichliden zusammen oder in einer Gruppe im großen Becken.
Alle Vertreter der Familie wachsen bis
zu einer Größe von 8-9 cm, sind also relativ klein und können deshalb in
den Aquarienbedingungen mit praktisch allen Bewohnern des Biotops gehalten
werden. Aus der Sicht der
ethologischen Äußerungen gehören diese Fische zu den interessantesten
Zöglingen zwischen den Tanganjikacichliden. In dem See sind sie ziemlich
verbreitet, die Nachzucht ist aber nicht ganz einfach.
Eretmodus cyanostictus
Kasanga

Eretmodus
cyanostictus Kigoma

Eretmodus cyanostictus Moba

Spathodus erythrodon

Spathodus marlieri

Tanganicodus irsacae

